Man spürt, dass das Ende naht!

Hola amigos,

ich habe länger nicht geschrieben, zum einen weil einfach die Zeit so schnell rum gegangen ist und ich einfach mein Leben in México in meiner Heimat Coatepec und Xalapa genossen habe. Nach meiner Reise hatte ich einige schöne Projekte im Molino. Zum einen haben wir eine Feria de Salud in einer Grundschule veranstaltet, also ein Event für die Kinder und Eltern über die Gesundheit. Ich habe meinem Kollegen in der Chemiemedizin geholfen und sie über die verschiedenen Blutgruppen informiert und warum es wichtig ist seine Blutgruppe zu kennen. Ich hatte einen Arztkittel an und hab mich wie eine Ärztin gefühlt. Außerdem war der Tag der Kinder und wir haben eine Veranstaltung im Molino gehabt, mit Kuchen, Piñata, kleinen Spielen und Tanzen.

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Ich habe meiner Gastschwester Tizania einfach mal so eingeladen, zum Jarocho im Staatstheater. Es war eine Tanzspektakel und unglaublich toll gemacht. Mit traditionellen Tänzen aber auch modernen. Mit Tony und Freunden war ich auf einer Pin Up Mottoparty. Das war in einem großen Haus, super schön dekoriert und Musik aus den 70er. Alle waren total cool gekleidet. Ich war mal ein bisschen shoppen in einer Mall, was ich ewig nicht gemacht habe und habe coole Teile gefunden. Es ist ja so wenn man sich nichts kaufen will ist alles schön, kennt jeder oder? Sonst gab es noch eine Feria de Libros, also eine Büchermesse, wo es auch Salsa Live Musik gab und ich mit Tony und Tiz getanzt habe.

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Mit Tony erkunde ich immer ganz Xalapa, ich glaube wir waren schon in jedem coolen Restaurant, Café und sowas was es gibt und probieren jedes Mal was neues aus. Das macht echt Spaß, haha immer Essen zu gehen, besonders wenns so schön billig wie in México ist. An einem Abend waren wir in einer Bar, die ein bisschen alternativ ist und uns echt gefallen hat, so dass wir bald wieder dort waren und uns dann noch mit einem schon älteren Paar aus dem Fitnessstudio in einem Club getroffen haben. Ich find das so positiv, dass hier jeder mit jedem befreundet ist, egal wie alt. Die sind echt noch super cool drauf, um mit ihnen feiern zu gehen.

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Dann war Muttertag, der hier immer am 10. Mai ist und nicht so wie bei uns an einem Sonntag. Der Tag wird hier echt groß gefeiert, sodass man sogar frei bekommt. Wir haben einen super schönen Tag mit meiner Gastmutter Nora gehabt. Zuerst waren wir morgens bei einem Secound Hand Basar und haben wie wild geshoppt, dann ging es mit der Oma, dem Bruder von Nora, dessen Frau und Sohn schick brunchen im Grand Hotel Xalapa. Es gab ein riesiges leckeres Buffet. Abends sind wir noch ins Kino und ich dann noch auf den Geburtstag von meinem Lieblingskollegen Jorge. Mit seinen Freunden hatten wir ihn in einem Restaurant überrascht, dass wir plötzlich alle da waren. Es war ein netter Abend.

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Sonst ist gerade die Feria de Coatepec. Das ist wie bei uns das Schützenfest/ Jahrmarkt, nur in viel schöner, cooler, kultureller. Es gibt zwar auch ein paar Fahrgeschäfte, aber viel mehr Stände mit Café, Pflanzen, Ausstellungen, Essen, Aktionen, viele Bühnen, wo es Shows und Konzerte gibt mit in México ziemlich berühmten Künstlern und Bands. Ich war vier mal dort. Einmal war die Gruppe ‚Rió Roma‘ dort, sehr romantisch. Ein Highlight waren die Ángeles Azules. Das ist wirklich eine sehr berühmte Cumbia Gruppe in México, die sogar auf dem Coachella Festival gespielt haben und es waren unglaublich viele Menschen dort.

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Abends verbringe ich viel Zeit im Fitnessstudio, zuerst beim Fit Baile, dann ein wenig mit Geräten trainieren und dann Salsa. Es macht mir so viel Spaß zu tanzen.

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Ich hatte auch ein paar komische Tage, wo ich mir darüber klar werden musste, wer wirkliche Freunde sind und wer die Wahrheit sagt. Ich möchte nicht ins Detail gehen, da es sehr privat ist, doch es wurden mir Dinge erzählt, die so nicht war sind und ich dadurch falsche Entscheidungen getroffen habe. Meine Gastschwester meinte so sind viele Mexikaner leider, sie lieben es über andere zu reden, tratschen und erzählen falsche Sachen herum, mehr in Coatepec, da es so klein ist. Sie hatte schon viele solche Erfahrungen und meint es sei Neid der anderen. Naja ich lass mich davon nicht unterkriegen, weiß wär wirklich zu mir hält und werde meine letzte Zeit mit den Menschen verbringen, auf die ich Lust habe. Manchmal ist es schwierig, da die Leute einen als anders ansehen, als etwas Besonderes, dich vielleicht sogar benutzen, um Vorteile zu haben oder besser auszusehen, nur weil ich aus Deutschland komme. Zum Beispiel meinte neulich eine Freundin, als es keinen Platz mehr gab, das es hier jemanden gibt der aus Deutschland kommt und wir deshalb einen Tisch bekommen müssen und dann hat uns der Chef wirklich super schnell einen Tisch besorgt, verrückt oder? Ich finde es schade, doch ich versuche immer klarzustellen, dass ich wie jeder andere bin.

Es gab nun schon zwei Debaten zur Wahl des Präsidenten, die ich mit der Familie im Fernsehen geguckt habe und es ist leider echt schlimm anzusehen. Jeder Kandidat erzählt blödsinnige Dinge, nutzen ihre Zeit nicht aus, reagieren nicht auf Fragen und kritisieren nur die anderen Kandidaten. Doch die Mexikaner selbst machen sich auch nur lustig darüber.

Wir schnell das Jahr vergeht, bald ist schon mein Geburtstag, den ich gerade am planen bin!

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Wiedersehen mit Juli und eine ganz besondere Reise nach Yucatán

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Ich glaube es war einer der schönsten Zeiten. Meiner allerliebste beste Freundin Juli war zu Besuch. Anfang April habe ich sie am Flughafen von Veracruz empfangen und nach 1 Minute Umarmungen und Tränen war es schon so, als hätte ich sie die 8 Monate davor gesehen, genau wie vorher. Sie hatte einen stressigen Flug hinter sich und Jetleg aber ich wollte ihr die 4 kurzen Tage, die sie bei mir in Coatepec und Xalapa hatte so voll wie möglich stopfen, damit sie alles kennenlernt. Am selben Tag waren wir mit meiner Gastschwester Tiz Antojitos essen. Ihr hat es super geschmeckt, aber ich glaube es war ganz schön viel Fett für den Anfang, weshalb sie die nächsten zwei Tage etwas Bauchprobleme hatte. Naja ich habe versucht trotzdem alles durchzuziehen. Sie war dann ziemlich fertig, aber wir haben viel erlebt.

Juli hat das Haus, Nora, die Hunde und Katzen kennengelernt. Die wichtigsten Orte von Xalapa, dann sind Tiz, Tony und wir beide zu 3 verschiedenen Wasserfällen gefahren. Zu einem, der nicht sehr bekannt ist, mussten wir einen richtigen Abenteuerpfad auf uns nehmen. Es hat sich aber gelohnt, der Wasserfall war echt beeindruckend. Dann waren wir noch lecker essen und später beim Fit Baile, damit Juli auch mal mein Tanzen kennenlernt. Wir sind im Park von Coatepec rumgeschlendert und später hat uns Tony zu sich super lieb zum Taco essen eingeladen. Er hat sich total viel Mühe gegeben. Es gab Tequila und Mezcal, damit Juli die probieren kann. Meine Lieblingschips Doritos und er hat uns ganz viel über die mexikanische Musik und Geschichte erklärt. Am nächsten Tag hab ich Juli mit zu meinem Projekt ins Molino genommen. Meine Kollegen waren sehr interessiert und Juli hatte einige Leckereien aus Deutschland mitgebracht. Sie hat beim Zumba mitgemacht und das Haus kennengelernt. Später sind wir dann mit Tony und seiner Familie nach Micoxtla, dem kleinen, ärmlichen Dorf, wo ich gerade erst war gefahren, mit dem Jeep. Einige Onkel und Tanten waren auch dort und es wurde super lecker gekocht. Ich glaube für Juli war das was besonderes, mal so ein einfaches Dorf zu sehen, die schönen Berge und die Landschaft. Am Freitag haben wir uns noch mit meiner alten Gastschwester Karen und Amerika im Park getroffen und dann ging es auch schon zum Busbahnhof.

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Es war schön meiner besten Freundin meiner Welt zu zeigen! Im Bus hab ich dann erfahren, dass unser Flug nach Merida gecancelt wurde. Ich habe sofort angerufen und zum Glück konnten sie uns auf einen paar Stunden späteren Flug legen. So haben wir uns dann Veracruz noch etwas angeschaut und mussten am Flughafen sehr lange warten, aber irgendwann um 3 Uhr nachts kamen wir dann in dem AFS Büro von Merida an. Marco ein anderer Freiwilliger wohnt dort und wir konnten netterweise bei ihm unterkommen. Merida ist echt schön, kolonial, schöne Gebäude, Parks, Museen. Mit Ole noch nem Freiwilligen sind wir nach Pogreso an den Strand gefahren. Der Strand ist noch nicht soo besonders wie die, die wir danach noch gesehen haben. Abends sind wir noch in eine Bar gegangen.

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Am nächsten Tag ging es mit dem Bus weiter nach Valladolid. Ich glaube Juli war sehr überrascht, wie gut die Busse ausgestattet sind und wie billig alles ist. In Valladolid hatten wir einen super schönes, süßes Hostel. La Candelaria. Mit Details gestaltet, Hängematten, einem kleinen Garten. Dort haben wir eine Französin Laura kennengelernt und zwei Engländer. Wir haben uns das süße Stadtzentrum angeschaut, haben die hübschen Artesanías gekauft, ich habe mir tolle Ohrringe gekauft. Am Abend gab es eine Lightshow bei einem Tempel. Die Geschichte Valladolids wird auf den Tempel in Bilder projektiert und dazu erklärt. Es war ein Highlight! Gegessen haben wir immer sehr gut! Am Morgen ging es sehr früh los, um nach Chichen Itza zu fahren. Wir haben uns mit Laura und einem Engländer zusammen getan, um uns einen Guide zu teilen. Dort haben wir noch zwei Holländerinnen getroffen, sodass jeder am Ende nur wenig zahlen musste. Mit meinem temporalen Ausweis von México hab ich bei den Eintritten immer Vorteile. Der Guide hat sich gelohnt, da man sonst nur in der Archäologischen Stätte rumläuft, ohne was zu wissen. Chichen Itza ist eine alte Maya Stätte. Wir waren ganz viel auf den Maya Spuren unterwegs. Die große Pyramide ist sehr beeindruckend. Die Maya waren sehr intelligent, haben sich ein gutes Leben gemacht. Die Ruinen sind noch gut erhalten und beeindruckend. In der Nähe gibt es eine Cenote. Cenoten gibt es tausende in Yucatán. Eine Cenote ist eine sehr tiefe Wasserhöhle, die durch Meteoriten enstanden ist. Ich glaube das war das schönste was ich je in meinem Leben gesehen habe. So cool mit den Wurzeln der Bäume, Lianen, das Wasser glasklar. In der Cenote zu baden ist eine schöne Abkühlung und du schaust nach oben in den Himmel, um dich herum die Steinwände. Wenn man nicht dort war, kann man es nicht verstehen.

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Später zurück im Hostel leiten wir uns alle zusammen Fahrräder aus und radelten zu einer zweiten Cenote. Die war noch viel schöner und hatte eine Liane, mit der man ins Wasser schwingen konnte. Das hat super viel Spaß gemacht. Am Abend haben wir uns mit allen, die wir irgendwo kennengelernt hatten zusammen getroffen, gegessen und waren dann in einer Rooftop Bar. Wir dachten schon, als die dann früh schließte, dass es in dem kleinen Ort Valladolid, keine Möglichkeit gibt zu feiern, aber zufällig fanden wir dann eine richtige mexikanische Cantina, wo wir uns eine Tequila Flasche bestellten, Trinkspiele spielten und ausgiebig tanzten. Es war eine super coole Nacht. Die Gruppe war einfach super cool.

Dann ging es am darauffolgenden Tag nach Ek Balam. Eine andere Maya Stätte, die kaum bekannt ist, aber viel viel besser ist als Chichen Itza, da man auf die Pyramiden und Ruinen drauf gehen kann und so ein richtiges Gefühl bekommt. Es ist wie eine richtige Stadt. Auf der höchsten Pyramide hat man einen atemberaubenden Blick über den Jungle, da ist nichts, nur in Mitten die Ruinen! Ich fühlte mich schon wie ein geübter Backpacker und total sicher beim Reisen, was vorallem auch am Lonley Planet liegt, der beste Reiseführer, den mir meine Mami geschenkt hat.

Der hat super Geheimtipps, super Hostels, Restaurants und die besten Sachen die man sehen sollte, Busverbindungen, nur zu empfehlen!

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Weiter gings nach Rió Lagartos. Ein ganz kleines nicht touristisches Fischerdorf. Wir hatten ein Hotel direkt am Wasser und waren nach Ankunft erstmal lecker frischen Fisch essen. Am nächsten Morgen ging es früh auf eine private Bootsfahrt mit einem sehr kompetenten Kapitän. Wir sind durch Mangrovenwälder gefahren und haben ganz verschiedene Vogelarten gesehen. Kraniche, Adler, Pelikane. Und auch Flamingos! Wir haben bei den Flamingos halt gemacht und auch Wasserkakerlaken gesehen. Dann ging es zu den berühmten Las Coloradas. Das ist ein Salzsee der rosa ist. Ja er ist wirklich rosa!! Ich war sogar kurz drin und es ist so salzig, dass man oben an der Oberfläche schwimmt. Wir bekamen noch ein Maya Bad, welches aus Schlamm besteht. Ein natürliches Peeling!

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Am Mittag fuhren wir weiter nach Cancun. Dort hatten wir ein Airbnb mitten in der Hotel Zone. Cancun hat uns nicht so gefallen. Es ist sehr touristisch und war erstmal ein Schock für mich. Ich hab so lange keine Hochhäuser und so riesen Hotelanlagen gesehen. Ein bisschen überfordernd. Das Airbnb war ein schickes Apartment, sehr nett. Wir waren im Supermarkt und das war das komischste nach Cancun. Hier im Chedraui gibt es mexikanische Produkte, in dem Chedraui in Cancun gab es Milka Schokolade, Italienische Salami und Parmesan oder andere Sachen aus anderen Ländern, Souvenirs, Cancun Tshirts. Es sah komplett anders aus als in Coatepec oder Xalapa. Ich fand es nur traurig. Die Leute kommen nach Cancun und denken: ach ist ja wie bei mir, gibt die gleichen Sachen. Aber so ist ja México nicht wirklich. Generell dort ist alles teuer und sieht schick aus, von der Kultur und den Traditionen lernen sie nichts kennen. Wir waren feiern. Das muss man einmal in Cancun gemacht haben. Fürs feiern und Party ist es schon cool. Im berühmten Club Coco Bongo waren wir nicht, da er sehr teuer ist, aber in ‚La Vacita‘. Man zahlt Eintritt und hat Open Bar, also alle Getränke mit drin. Es war schon was anderes. Am nächsten Tag waren wir am Strand und der ist wirklich super schön! Weißer weicher Sand, super klares Wasser. Unser erstes mal in der Karibik. In Mexico gibt es ja in den meisten größeren und Pueblos Magicos, Buchstaben mit dem Namen des Ortes. In jedem wo wir waren gab es sie und überall mussten wir natürlich ein Foto machen.

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Mit der Fähre fuhren wir nach Isla Mujeres. Die Insel hat uns sehr gut gefallen. Man kann alles laufen, super süße Stände und Restaurants, süße Gassen und eines der coolsten Hostels. Das Poc- Na es aus der 70er Jahren und einer der ältesten Hostels in México. Für weniger als 10€ die Nacht hatten wir Frühstück, Livemusik, eine Strandparty und ein super schönes Gelände mit Palmen und Hängematten. Wir waren am Playa Norte, welcher zu den 10 besten Stränden der Welt gehört. Es ist auch ein Traum, die Palmen, das super blaue helle, klare Wasser und der weiße Sand. Nur die Leute stören. Wir haben aber zwei super nette Leute aus Kanada kennengelernt, die uns Cocktails ausgaben und sagten wir sollten heimlich in der Pool von deren Hotel gehen. Wir haben uns viel über ernste, interessante, politische Themen und die Welt unterhalten. Am Abend gab es Live Musik und die Strandparty im Hostel.

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Weiter ging es nach Playa del Carmen. Sieht eher amerikanisch aus, es gibt eine super schicke lange Einkaufsstraße mit Malls und teuren Restaurants,aber das sieht nicht nach México aus, also fuhren wir schnell weiter auf die Insel Cozumel. Dort hatten wir ein tolles Hostel mit Pool und einer ganz ganz lieben Besitzerin. Wir haben uns ein Moped ausgeliehen und sind ganz viel über die Insel gedüst und haben sie erkundet. Cozumel ist echt schön. Abends im Pool lernten wir noch Leute aus Kanada kennen und am nächsten Morgen fuhren wir 17 Kilometer auf die Ostseite, um den Sonnenaufgang zu erleben. Danach machten wir eine Schnorcheltour, die war traumhaft. Ich hab noch nie so viele verschiedene bunte Fische und Korallen gesehen. Sogar Wale, Schwertfische und Rochen haben wir gesehen. Das Wasser ist toll zum Tauchen und Cozumel ist ein super Spot!

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Beim Ausleihen des Mopeds hat Juli als Pfand ihren Ausweis abgegeben, wir haben aber nicht dran gedacht, dass er uns den zurück gibt und der Typ auch nicht. Eine Woche später ist uns das dann auch erst aufgefallen haha. Ich habe meinen Bikini und ein Tuch vergessen in Rió Lagartos, aber ist nicht so wichtig, vielleicht schicken sie mir es zu und Juli schicken sie ihn zu. Wir haben uns an den Mexikanern ein Vorbild genommen und sind gelassen geblieben.

Nach Cozumel ging es zum schönen Tulum. Dort haben wir uns mal etwas gegönnt und uns ein richtig schönes Hotel für 3 Tage genommen. In einer Cabaña genau am Strand, in einem Resort voller Palmen und Sand. Wir hatten so viel die letzte Zeit gemacht, dass es gut tat auch einfach mal zu entspannen. Es war zuerst echt schwer nichts zu tun. Wir haben gelesen, Hörbuch gehört, geschrieben, lagen am Strand herum und haben lecker gegessen. Das Zentrum von Tulum ist nicht schön, dafür die Hotelzone am Meer. Im Zentrum gibt es gute Restaurants und Boutiquen. Die Hotels sind der Wahnsinn, nur teure, nur wunderschön, mit Holz und Palmen und alles Hippi und Boho. Es gibt so schöne Boutiquen, aber alles ist super teuer! Wir waren in dem günstigsten, von den teuren, aber es war ein Traum. Am letzten Tag waren wir noch in der Archäologischen Stätte, die nur 500 Meter von unserem Hotel lag. Das war beeindruckend, die Maya haben es sich richtig schön gebaut, direkt am Strand. Wir haben Wombats gesehen und viele Leguane.

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Fast an der Grenze von Belize war unser gemeinsamer vorletzter Stopp. Bacalar. Eine Lagune aus 7 verschiedenen Farben. Wir hatten ein super Hostel, waren mit einem Australier noch in einer Bar und haben Laura wieder getroffen. Die Lagune ist super warm, Süßwasser, hat tolle Farben. Beim Hostel gab es Schaukeln am Steg und wir sind zur anderen Seite mit dem Kayak gefahren und haben dort so unglaublich tolles, fast weißes Wasser gehabt. Bacalar hat mir fast am besten gefallen. Dort haben wir auch nochmal einige hübsche Traumfänger und Ohrringe gekauft. Die letzte Nacht verbrachten wir in Puerto Morelos, aber nur um nah an Cancun und für Juli am Flughafen zu sein. Dann war es an der Zeit sich wieder zu verabschieden. Es war eine wunderschöne Zeit mit ihr, wir haben ganz viel geredet, wie alles bei ihr so ist und über alles, was man nur mit seiner besten Freundin bequatschen kann. Beim Abschied kamen uns die Tränen und es war komisch sie wieder gehen zu lassen, aber jetzt fehlt echt nicht mehr viel. Die Zeit rast.

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Für mich ging es dann von Cancun nach Chiquilá und von dort mit der Fähre auf die Insel Holbox. Hier verbrachte ich noch drei wundervolle Tage für mich. Auf der Insel fahren keine Autos, nur Golfcars, was super entspannt ist. Das Meer ist flach, klar und das Zentrum total süß. Ich war am Strand, hab mich gesonnt, gelesen, bin in den Läden rumgeschlendert, habe leckere Shrimps gegessen und eine Gruppe anderer Deutscher kennengelernt. Mit ihnen bin ich einen Abend zum Punta Coco gefahren und dort gibt es Plankton, dass leuchtet. Wenn es nacht ist und dunkel, dann leuchtet das Meer. Das war unglaublich schön, mit den Sternen, dem Mond. Danach waren wir noch auf einer Strandparty und ich hatte einen super Abend mit lieben Leuten. Eine andere tolle Begegnung war mit einem Mexikaner und seinem Cousin der Argentinier ist. Ich hatte mich zufällig in einem Restaurant zu ihnen gesetzt und wir hatten geredet. Am Ende haben sie mich eingeladen, super nett und wir haben uns an den Strand gesetzt. Dort trafen wir auf zwei andere Argentinierinnen und wir redeten viel über das Leben. So war ich also gar nicht so viel alleine und hatte auch ein ganz süßes Hostel. Ich wollte gar nicht weg, lieber auf der einsamen Insel bleiben, im Paradies. Doch irgendwann ist alles vorbei. Nach 2 1/2 Wochen reisen flog ich dann nach Veracruz zurück und wurde lieb in Coatepec empfangen, es war wirklich als würde man nach Hause kommen.

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Es war eine nahezu perfekte Reise und ich bin unglaublich dankbar, dass es das erleben durfte und alles so glatt geklappt hat. Ihr müsst mal nach Yucatán in eurem Leben, es wird euch gefallen, das verspreche ich euch!

Brillar cómo la luz

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Ich lebe jetzt seit einem Monat mit meiner neuen Familie. Ich habe länger nicht geschrieben, da sehr viel los war. Viel schönes ist passiert, aber auch nicht so schönes. Ich fange mit dem Negativen an.

An einem Samstag haben uns unsere Koordinatoren zu einem Treffen mit allen Familien gebeten. Ich hatte schon im Gefühl, dass es was negatives sein wird, aber dass sie uns DAS sagen, hätte ich nicht gedacht. Veracruz ist ja eine rote Zone, dass hatte ich schonmal erwähnt und fast hätten wir auch schonmal wechseln müssen. Es hatte AFS México dann entschieden, dass wir Veracruz verlassen müssen und in einen anderen Staat wechseln müssen. Der Sicherheit wegen. Zum einen verstehe ich, dass sie Angst haben, dass uns etwas passiert und ja es sind ein paar unschöne Dinge in der Gegend passiert und es ist gefährlich. Mir wurden schon wirklich viele Dinge erzählt, dass die Leute auf offener Straße oder in Clubs ohne Grund erschossen werden, dass es nun gefährlicher ist, da die Wahlen im Juli beginnen und das vielen auch auf der Straße einfach die Tasche oder das Handy geklaut wird. Vielleicht sind die Vorurteile gegenüber México gar nicht so unbegründet, aber ich fühle mich sicher, ich gehe selbstbewusst durch die Straßen und habe gelernt, wie man in einem Land lebt, dass nicht so sicher ist. Keiner von den Teilnehmern hatte bis jetzt eine schlechte Erfahrung (wie gut!!) und in anderen Staaten schon. Es fehlt auch nicht mehr viel, noch ein wenig mehr als 3 Monate. Alle waren geschockt, am heulen, die Familien super sauer. Jeder hat seine Argumente rausgehauen, warum es keinen Sinn macht zu wechseln und jeder wollte hier bleiben.

Wir hatten dann entschieden, dass wir zusammen alles versuchen werden, damit wir bleiben können, denn keiner will für 3 Monate nochmal von neuem beginnen, mit Projekt, Familie, Freunde, für mich stand das von Anfang an außer Frage, da ich hier soo glücklich bin. Ich hab dann alles versucht was ich konnte. Habe an AFS Deutschland, International und México geschrieben, an die Botschaft, meine Eltern in Deutschland haben alles versucht und auch meine Gastmutter Nora. Marlen die Koordinatorin des Komitees hier in Xalapa hat auch alles mögliche versucht, damit sie uns nicht wegschicken. Nach ungefähr zwei Wochen kam dann die endgültige Entscheidung! Ich darf bleiben! Ich musste ein Formular unterschreiben und die Regeln werden strenger werden aber ich kann mein Freiwilligendienst hier zu Ende bringen, worüber ich unendlich froh bin! Leider können nicht alle bleiben, einige müssen wechseln, da sie minderjährig sind.

So und nun zu den anderen Geschichten. Ich hab mich super in meinem neuen Zuhause eingelebt. Tiz und ich teilen uns alles, Klamotten, Schminke. Wir verstehen uns super und quatschen auch viel über persönliche Dinge. Sie ist so super intelligent und hilft mir bei vielen Dingen. Sie holt mich manchmal irgendwo ab oder bringt mich wohin mit dem Auto, super lieb.

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Gleich am Anfang hat sie mich zu einem Geburtstag von ihrem besten Freund Nestor mitgenommen, der in einem riesigen Poolhaus in der Nähe von Chachalacas gefeiert hat. Es waren super viele Leute da, es gab Meeresfrüchte, Shrimps, ganz viel Bier und Musik. Von Mittags bis in die Nacht haben wir am Pool gechillt, getanzt, gegessen und uns gesonnt. Das Haus hatte sogar mehrere Zimmer, sodass Tiz und ich luxuriös geschlafen haben. Ich hab so auch ihre ganzen Freunde von der Politik kennengelernt. Alle super nett. Am nächsten Morgen ging es nach Chachalacas, denn ein Freund von Tiz hat dort ein Strandhaus. Ich war im Meer, wir haben Cocosnüsse geschlürft und dann hat der Freund für uns gekocht. Super leckeren, frischen Fisch mit Gemüse.

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Am nächsten Wochenende war eine Hochzeit von dem Cousin von Tiz. Vorher waren wir uns die Nägel und Augenbrauen machen. Hier ist das soo billig. Mein erstes Mal mit Acrylnägeln und falschen Wimpern, die einzeln Wimper für Wimper angeklebt werden. Man hat sich wie eine Prinzessin gefühlt! Die Hochzeit war toll. Meine erste mexikanische. Zuerst war die Trauung in der Kirche und dann die Feier in einem schönen Eventsalon. Es gab leckeres Essen, es wurde viel getanzt, kleine Spiele gespielt. Tony war auch mit und wir hatten alle einen tollen Abend.

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Ich war mit Nora und Tiz auch das erste Mal im Theater in México. Ich habe sogar alles verstanden und das Stück war toll, mit Schauspielern der Universität.

Durch die Events im Januar der Uni Veracruz hatte ich eine Mutter und ihre Tochter kennengelernt. Wir hatten uns gut verstanden, sodass sie mich dann eingeladen haben, einen Tag mit ihnen zu verbringen. Wir waren Pizza essen bei einem Italiener, wo die Pizza wirklich gut schmeckt, denn man findet kaum gute in México. Das Restaurant ist in Briones, was zwischen Coatepec und Xalapa liegt und dort gibt es eine Plaza wo ganz viele schöne Cafés, Restaurants und ein Park ist. Ich mag den Ort sehr, irgendwie ist er besonders!

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Ich hab ein paar neue Kollegen mit denen ich mich super verstehe. Wir waren schon zusammen nach dem Molino essen und die sind alles cool drauf. Manchmal gehen wir mit den Hunden raus, die sind schon etwas crazy, besonders Tigre. Und Estaban, die Ziege hat mich mit seinen Hörner erstmal richtig gestoßen, sodass mein halbes Bein blau war, aber so ist er zu allen Frauen:D

Sonst gucken wir manchmal Serien auf Netflix und chillen zusammen.

Nora macht mir jeden morgen mein Frühstück, dass ist so süß und so lecker. Immer gibt es frische Früchte, Porrige oder Quesadillas. Ich versuche mehr Homeworkouts zu machen, für Bauch, Beine, Po, auf der Terasse macht das echt Spaß und ich habe mir auch eine Yogamatte gekauft. Außerdem springe ich auch viel auf dem Trampolin.

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Ein anderer super schöner Ort ist das Casa Khalo in Xalapa. Die Wände sind mit Frida Khalo bemalt und es gibt gutes Essen. Am 8. April war dann der Internationalen Tag der Frauen und der ist in México echt wichtig. Tiz und ich waren auf einem Event, wo Frauen tolle Reden gehalten haben, wir alle eine Rose geschenkt bekommen haben, es Tanzvorführungen gab und ein Theaterstück.

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Ein anderes tolles Erlebnis war ein Frühstück mit dem Kandidat der Partei PRI für die Wahl im Juli. Er heißt Pepe und möchte der nächste Gouverneur von Veracruz werden. Die Jugendgruppe steht hinter ihm und Tiz und Nora sind auch in der Partei PRI. Sie hatten ihn und viele Studenten der Universidad Veracruzana also eingeladen, damit er mehr die Jugend unterstützt. Das ganze war sehr formell, er hat jeden einzelnen persönlich begrüßt und es wurden am Anfang die Handys eingesammelt, damit keiner Fotos macht. Tiz hat die Eröffnungsrede gehalten und sie kann wirklich super vor Leuten sprechen!

Eine Freundin von mir, Valeria hatte Geburtstag und Tony und ich waren eingeladen, es war eine nette Feier. Dort habe ich Michelle kennengelernt, die vor zwei Jahren ihren Freiwilligendienst in Coatepec mit AFS gemacht hat. Das war super cool über alles zu quatschen. Sie ist gerade für ein Monat wieder zu Besuch. Ein paar Tage später waren wir dann zu dritt und einem Freund von Vale in Cinco Palo, etwas dörflicher in der Gegend. Dort haben wir coole Fotos gemacht und waren dann in dem Restaurant von dem Freund essen. Da gab es Forelle mit einer Erdnusssoße, super lecker.

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Die Cousine von Tiz ist Lehrerin und hat in ihrer Grundschule einen Talentwettbewerb veranstaltet, wofür sie eine Jury brauchte. Ich war dann also einen Tag nicht im Molino, sondern hab die Kinder bewertet. Es gab Zeichnungen, Gedichte, Musik, Tänze, Singen. Ich war dann mehr die Jury fürs Tanzen und sollte dann nach jedem Talent Tipps geben oder was sie verbessern könnten. Es hat super viel Spaß gemacht und alle sind immer so interessiert an mir und freundlich und glücklich wenn ich helfe. Mich macht es auch glücklich, dass ich gebraucht werde, durch solche Projekte total tolle Menschen kennenlerne und sehr viel lerne.

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Als letztes das Highlight von allem. Meine kleine Reise zum Festival ‚Cumbre Tajin‘ mit Tony und seinen Eltern. Am Freitag gings los nach Papantla, im Norden von Veracruz. Die Familie von Tony wohnt ihn Papantla, sodass wir bei denen übernachten konnten. Das Cumbre Tajin ist ein Kulturfestival. Sein Ziel ist es, das kulturelle und archäologische Erbe der Heiligen Stadt von El Tajin zu bewahren und zu fördern. Es gibt Zeremonien, Workshops, Rituale, alternative Therapien, einheimisch Spiele, Konzerte, Tanz, Zirkus, Konferenzen, Ausstellungen.

Am Freitag kam die Band Café Tacvuba, die super coole Musik macht. Auch andere coole mexikanische Bands haben wir gesehen. Michelle und ihr Gastbruder waren auch da. Es war so schön mal wieder auf einem Festival zu sein, in der Menschenmenge zu tanzen! Das Gelände ist ein Park und echt schön gestaltet. Unser Mitternachtssnack waren dann leckere Quesadillas und bis in die Nacht waren wir noch auf dem Festival. Am Samstag haben wir uns dann Papantla angeguckt. Den Park, den Markt und ganz berühmt die Voladores. Fünf Männer klettern auf einen etwa 25 Meter hohen den palo volador hoch, an dessen Spitze eine Plattform angebracht ist. Vier Männer binden sich ein Seil um, während der fünfte auf dem Pfahl Platz nimmt und eine Flöte und Trommel spielt. Danach lassen sich die vier Männer kopfüber langsam mit 13 Drehungen auf die Erde nieder.

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Ich habe mir ein traditionelles Kleid gekauft, einen Fächer und ein Haarband. Es gab so tolle Sachen dort. Später sind wir dann zur Archäologischen Stätte Tajin. Super beeindruckend! Und dann gings nochmal aufs Festivalgelände. An dem Tag haben wir uns alles angeguckt was es sonst noch gab, sie Stände, Souvenirs, Workshops, Hängematten in denen man chillen konnte. Zu einer super tollen cubanischen Band haben wir dann noch etwas Salsa getanzt.

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Am Sonntag gings dann zur Costa Esmeralda, wo die Eltern von Tony ein Strandhaus haben. Es ist sehr einfach, aber fast direkt am Meer und die Küste ist schön. Wir haben uns am Strand gesonnt und waren Abends lecker Fisch essen. Ich verstehe mich super mit den Eltern. Am Montag ging es dann leider zurück. Auf dem Rückweg haben wir Halt bei Ruinen gemacht und waren in Villa Rica. Da will ich unbedingt zurück, da ist das Wasser super blau, es gibt Dünen und ja es ist einfach super schön!

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Ich habe mich mal wieder mit Juan, meinem vorigen Gastbruder getroffen, war viel tanzen und auf einigen Fiestas. Auf ner Karaokeparty, wo ich mich wirklich getraut habe auf Spanisch zu singen, auf dem Geburtstag von der Oma und auf nochmal auf einer Hochzeit. Jetzt haben alle erstmal Ferien, da die Semana Santa ist. Ich war viel mit Tony unterwegs die letzten Tage. Er hat mir die verschiedensten Sachen gezeigt. Wir waren bei einer Hacienda und mit seinen Eltern in Micoxtla, wo sie eine Cabaña haben. Einmal war ich schon dort, aber jetzt haben sie noch viel mehr angebaut am Haus und alles ist selbstgemacht. Der Fluss und die Landschaft sind echt schön dort. Tony ist im Moment richtig kreativ und macht ganz viele Dinge selbst wie Instrumente für seine Salsa Klassen und mir hat er eine Lampe gebaut.

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Hier seht ihr nochmal einen Einblick, wie ich wohne:

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In 5 Tagen kommt schon meine beste Freundin aus Deutschland zu Besuch, ich kann es gar nicht glauben, das wird so cool wenn ich sie wieder in meine Arme schließen kann und sie alles kennenlernt.

Midstay Camp, Guanajuato, San Miguel de Allende und Familienwechsel

Ich hab eine aufregende Zeit hinter mir. Es war alles so unglaublich schön, dass ich wieder zurück will.

Zuerst einmal war das Midstay Camp von AFS in México City. Es ist jetzt genau Halbzeit meiner Zeit oder schon ein bisschen mehr. Eigentlich sind es weniger als 5 Monate bis mein Projekt endet und dann ist nur noch mein Monat zum reisen. Ich muss jetzt alles nochmal genießen, denn die Zeit wird rasend schnell vergehen!

Es war super schön die 30 anderen Deutschen wieder zu sehen, mit denen ich nach México geflogen bin und besonders meine liebe Meike wieder zusehen. Mit ihr war ich bei der Vorbereitungswoche und wir hatten uns sehr gut angefreundet, sie kommt lustigerweise auch aus Hannover, aber wir kannten uns vorher nicht. Mit allen haben wir uns in den 4 Tagen sehr viel ausgetauscht, über unsere Erfahrungen bis jetzt, wie es uns in unseren Gastfamilien und Projekten geht. Ich habe glaube ich ziemlich Glück mit meinem Projekt gehabt, viele meinten dass sie gerne mein Projekt hätten. Manche haben nicht so viel tun oder ihnen gefällt es nicht so, dafür haben die meisten denke ich eine tolle Familie. Die Teamer von AFS México haben mit uns einige Aktivitäten gemacht, um unsere Zeit bisher zu reflektieren und was wir noch verbessern können. Man konnte Probleme oder Wünsche ansprechen und wir haben auch einen Ausflug nach Xochimilco gemacht. Das ist ein Stadtteil von México City und dort gibt es eine Flusslandschaft, wo ganz bunte, farbenfrohe Boote mit Tischen fahren. Man fährt dann ca. 4 Stunden auf dem Boot, mit einem kleinen Bierchen und Musik. Immer wieder kommen andere Boote vorbei und wollen dir Essen, Trinken oder Souvenirs verkaufen. Später gab es noch leckere Quesadillas. Es hat echt Spaß gemacht. Danach waren wir noch im Stadtteil Coyoacán und sind etwas rumgeschländert. Außerdem haben wir einen Tag als Freiwillige bei der Organisation ‚Alimentos para todos‚ geholfen und Lebensmittel sortiert, die gespendet werden. Das war eine tolle Aktion. Natürlich haben wir versucht untereinander Spanisch zu sprechen, aber oft fällt man dann wieder ins Deutsche. Obwohl ich sagen muss, dass mir manchmal jetzt Wörter in deutsch fehlen.:D

Von México City ging es für mich dann alleine weiter nach Guanajuato. Ich hatte meine erste Erfahrung mit der Metro zu fahren. Ich hatte schon ein wenig Respekt, weil manchen von den anderen schon Sachen geklaut wurden. Doch die Metro war zum Glück nicht voll. Vom Busterminal ging es dann ca. 4 1/2 Stunden nach Guanajuato. Ich muss sagen, die Busse sind sehr, sehr modern. Viel besser als in Deutschland. Alles ist top organisiert, mit dem Gepäck, man bekommt Wasser und einen kleinen Lunch. Die Sitze sind super gepolstert, man hat viel Platz und jeder hat seinen eigenen Fernseher, mit super Filmen und Musik. In Guanajuato angekommen, bin ich erstmal in mein Hostel gelaufen. Man musste 175 Stufen nach oben gehen, aber es lohnt sich. Das Hostel ist der hamma. Ein pinkes Haus, super süß gestaltet, mit ganz vielen Details und Kakteen, Sprüchen. Oben gab es eine Dachterasse mit Blick über die ganze Stadt und die Berge. Das Frühstück war auch sehr sehr gut und im Preis mit einbegriffen. Es gab Früchte, Pan, Café, frischen Saft und eine mexikanische Spezialität, wie Tamales oder Chilaquiles.

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Ich hab in einem Gemeinschaftsraum geschlafen, wo ich zuerst dachte, dass das komisch sein wird, aber ich mochte es total. Es war generell meine erste richtige Reise alleine und mir hat es super gefallen. Komischerweise gibt es in Guanajuato ganz viele Touristen aus Südkorea. Am Anfang hatte ich nur Südkoreaner im Zimmer. Doch später hab ich noch einen aus Kanada und eine aus Chile kennengelernt, mit der ich mich sehr interessant über die Unterschiede des Spanisch unterhalten hab. Für vieles haben die Mexikaner und Chilenen total andere Wörter.

In meinen 2 1/2 Tagen in Guanajuato habe ich sehr viele schöne Orte gesehen. Es ist wie ein Tal mit Kolonialbauten. Ich bin viel im Zentrum herumgeschlendert, habe mir Kirchen, Sehenswürdigkeiten, die Universität, das tolle Theater und Museen angeguckt. Besonders gefallen hat mir das Diego Rivera Museum! Er ist dort geboren. Es gibt unglaublich viele schöne Sachen und Souvenirs zu kaufen. Guanajuato ist eine Silberstadt. Es gibt noch Minen, die aktiv sind. Ich habe mir eine Kette und einen Ring aus Silber gekauft, mit dem Kalender der Akzteten. Silber ist hier viel billiger als in Deutschland. Außerdem war ich in einer Boutique, wo es super schöne Klamotten gab. Gegessen habe ich auf dem Markt oder in kleinen süßen Cafés. In den Straßen macht es einfach Spaß herumzulaufen und Sachen zu entdecken. Die Häuser sind in vielen verschiedenen Farben. Wenn man mit einer Seilbahn nach oben fährt, hat man einen tollen Blick über die Stadt und sieht, wie farbenfroh die Stadt ist. Ganz berühmt ist die Callejon de Beso. Die Geschichte ist, dass in der Straße eine Familie wohnte, deren Tochter sich in einen Nachbarn verliebte. Sie durften sich nicht sehen, aber sie tauschten verstohlene Küsse auf den Balkonen, da sich diese in der Straße fast berühren.

Um in den Cafés etwas zu tun zu haben, da man ja nicht immer wen zum reden hat wenn man alleine reist, habe ich mir das Magazin Algabaria gekauft. Das ist super interessant, diesen Monat war das Thema Mode. Es hat mir der Inhaber des Hostels empfohlen. Ein weiteres Highlight war der Ex Hacienda San Gabriel de Barrera. Das war ein Wohnhaus und ist heute ein Museum. Mit prachtvollen europäischen Möbeln. Es war einer der schönsten Gärten, die ich je gesehen hab und ich war ganz alleine, es war so super ruhig. Man kann dort auch Events feiern, ich kann mir vorstellen, für eine Hochzeit wäre es der perfekte Ort!

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Dann ging es weiter nach Dolores Hidalgo. Ich hab ein paar Stunden in dem Pueblo verbracht. Der Hauptplatz ist sehr schön und das Casa Hidalgo auch, um mehr über die Geschichte des Ortes zu erfahren. Hier begann die mexikanische Unabhängigkeitsbewegung. Am 16. September rief Pfarrer Miguel Hidalgo den Grito de Dolores (schrei nach Unabhängigkeit) aus. Hidalgo ist heute einer der am meisten verehrten Helden in México.

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Danach ging es weiter nach San Miguel de Allende. Alle Orte sind sehr nah bei einander. Ich ging auch erstmal in mein Hostel. La Catrina hieß es. Ich hatte super Glück mit den Hostels, denn auch dieses war super schön. An der Rezeption begrüßte mich ein netter Mexikaner, ungefähr in meinem Alter und zeigte mir alles. Ich schlief mit einer anderen Deutschen und einer Holländerin in einem Zimmer, die auch super lieb waren.

Ich hab mich in San Miguel verliebt. Es ist nicht ohne Grund eine der schönsten Städte der Welt und ist seit 2008 Weltkulturerbe. Es gibt viele Touristen, besonders aus den USA und viele wohnen dort auch, aber es ist auch zu schön. Architektur aus der Kolonialzeit. Jedes Haus ist besonders, jedes Haus ist wunderschön, in bunten Farben, mit Blumen an den Wänden, Kakteen auf dem Dach. Viele koloniale Gebäude, viele sagen es sei das Europa von México und ja man fühlt sich in den Gassen ein wenig wie im Süden von Italien. Ich war in einigen Museen, toll ist das von Ignacio Allende, in sehr sehr vielen Kirchen, denn ist es gibt sehr viele Kirchen. Besonders sehenswert ist die Parroquia de San Miguel Arcángel.

 

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Der Hauptpark ist auch super schön und man kann auch einfach stundenlang durch die Straßen gehen und Galerien und Cafés entdecken. Es gibt mehr Kunstgalerien als Cafés sagt man. In der Nähe des Hostels ist ein Viertel, welches Guadalupe heißt und das hat mir mit am besten gefallen. Es ist ein Streetart Viertel. Viele Häuser sind super cool angemalt. Für Fotos ist das der perfekte Ort, denn hier gab es die schönsten Häuser. Den Ort hat mir der Rezeptionist gezeigt. Es war super einen Local zu haben, denn er hat mir die nicht touristischen Orte gezeigt. Am Tag, als ich angekommen bin, war Valentinstag und eigentlich ist das kein wichtiger Tag für mich. Für die Mexikaner schon, deshalb waren überall Paare, Herzen, Blumen und Ballons in der Stadt zu sehen. Ich hatte mich drauf eingestellt, was ruhiges alleine am Abend zu machen, doch der Mexicaner des Hostels fragte mich, ob wir nicht in eine Bar gehen wollen. Also hatten wir dann einen lustigen Abend, waren in einer coolen Rooftopbar mit Livemusik. In den weiteren Tagen haben wir dann noch ein paar Sachen zusammen gemacht, er hat mir das leckerste Restaurant für Burittos und das leckerste Café für Churros gezeigt. Er reist jetzt erstmal nach Kolumbien, meinte aber, dass er mich mal besuchen kommt in Veracruz und ich denke ich werde auch nochmal nach San Miguel gehen.

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Außerdem war ich im Jardín Botanico El Charco del Ingenio. Das war eher wie so ein großes Naturschutzgebiet. 88 Hektar. Mit einem See, Ruinen, tausenden Kakteen, Gewächshäuser, einem Cañón und einen tollen Blick auf San Miguel. Ich war dort mit einer Deutschen aus dem Hostel und wir haben uns super verstanden. Ich glaube sie war so etwa 30 und ist schon super viel gereist, meist alleine. Außerdem waren wir zusammen bei Aguas Termales. Es war eigentlich wie ein Schwimmbad, nur dass das Wasser von Natur aus extrem heiß ist. Manchmal schon zu warm, denn auch das Wetter spielte perfekt mit. Die ganzen Tage war immer strahlende Sonne und 26 Grad. Dort gab es auch eine Grotte, wo man hinein schwimmen konnte und dort war es viel wärmer als Badewannenwasser!

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Insgesamt habe ich glaube ich in der Woche alles ausgenutzt, was ich konnte. War von morgens bis abends unterwegs, habe neue Freundschaften geschlossen und tolle Orte gesehen. Ich weiß jetzt, dass alleine Reisen etwas ist, wovor man keine Angst haben muss, was richtig Spaß macht, weil man frei ist und alles machen kann was man will und viele Leute kennenlernt. Es war eine wunderschöne Reise und ich will schon wieder zurück. Auf meiner Rückreise hatte ich einen Stopp in México City und hab mir noch kurz das historische Zentrum angeschaut, was echt schön ist. Ich kenne noch nicht so viel von der Stadt, sie ist so riesig, ich muss nochmal alles richtig besichtigen.

 

Komm ich mal zu den Sachen die sonst noch so passiert sind. Vor meiner Reise hatten ich einen tollen Abend mit meinen Kollegen, da nun einige ihren Servicio Social abgeschlossen haben, war es sowas wie ein Abschiedstreffen. Es gab leckeren Tequila und wir haben viel gequatscht. Außerdem war ich auf einem Salsaevent mit Tony, wo wir super viel getanzt haben.

Die größte Veränderung ist wohl, dass ich vor einer Woche meine Gastfamilie gewechselt habe. Es gab einige Gründe, die ich nicht weiter ausführen will, aber es ist für beide Seiten das Beste und ich freue mich sehr nochmal ein neues mexikanisches Familienleben kennenzulernen. Mit meiner alten Familie, bin ich im guten gegangen, wir verstehen uns gut, sie werden immer ein Teil von meinem Jahr bleiben und ich bin sehr dankbar, für alles was sie mir gegeben haben. Ich habe sehr viel gelernt und sie waren eine herzliche Familie. Mit Juan meinem Gastbruder werde ich immer noch was machen, er wird immer mein Bruder bleiben. Für ihn war es sehr schwer, dass ich gegangen bin.

Der Abschied war etwas komisch, aber die Begrüßung der neuen Familie umso schöner. Sie hatten eine Girlande aufgehangen mit: Bienvenida Lea. Ich lebe nun mit meiner Gastmama Nora und ihrer Tochter Tizania zusammen. Tizania kannte ich schon vorher. Das Haus ist super schön, es liegt mehr ländlicher in Coatepec. Ich habe ein Zimmer mit Tizania, aber sie hat ihren Bereich oben, ich meinen unten, sodass jeder seinen Freiraum hat. Es gibt eine Terrasse, einen Garten mit Trampolin und viele Tiere. Sie haben 4 Hunde, die aber draußen sind, 5 Katzen im Haus, super süße und eine Ziege. Klingt viel aber ich finds cool. Die Ziege ist so süß! Esteban heißt er. Die Hunde Niebla, Obama, Tigre und Café. Die Namen der Katzen muss ich noch lernen haha. Nora ist super lieb. Sie macht mir morgens Frühstück und ein Lunch für Molino und wenn ich zurück komme hat sie für mich gekocht. Sie fragt mich, was ich gerne mag und kauft es dann für mich, total lieb.

Tizania und ich verstehen uns auch super. Die beiden machen viel in der Politik und sind in der Partei PRI aktiv. Sie hat mir das ganze politische System erklärt, was super interessant war, da ich nur wenig darüber wusste. Ich will unbedingt mal mit zu einem Treffen und zu ihrem Flamenco Kurs, sie tanzt super gut. Das tolle ist, dass sie auch gerne reist. Ich glaube wir werden gut klar kommen. Sehr interessant ist auch die Geschichte des Vaters. Leider ist er vor 3 Jahren verstorben. Er war aus Spanien und berühmt, da er Künstler war. Er hatte wirklich Talent, denn alle Bilder und Fotografien, die im Haus hängen, waren von ihm. Die sind wirklich schön. Sie erzählen ganz viel von ihm, er hat wohl auch mal in Deutschland für eine Zeit gewohnt. Mal schauen wie das alles so wird, aber ich freue mich sie noch näher kennenzulernen und ich glaube es wird eine gute Zeit.

Ich glaube ihr merkt, mir geht es sehr gut, ich bin glücklich und hoffe, dass es so bleibt! ❤️

Enero

Der Alltag läuft wieder vor sich hin. Mir geht es echt super gut muss ich sagen und ich habe viele, kleine, schöne Dinge in letzter Zeit erlebt und tolle Bekanntschaften gemacht. Ich treffe in letzter Zeit viele Leute auf der Straße mit denen ich ins Gespräch komme. Zum einen sind meine Taxifahrten immer sehr interessant. Jedes Mal fragt mich der Taxifahrer, woher ich denn komme und wieso ich hier bin. Generell fragt jeder immer das gleiche und ich gebe immer die selben Antworten. Eigentlich müsste ich mir mal einen Flyer gestalten mit allen Infos, den ich dann einfach nur noch den Leuten reiche haha. Jedes Mal: Woher kommst du? Was studierst du? Was magst du am meisten an México? Was hast du schon alles vom Essen probiert? Naja ich finds schön, dass die Menschen Interesse an mir haben und sich für meine Kultur interessieren. Als ich mir neulich etwas in einem Laden kaufte, kam ich mit einer Señora in ein Gespräch und am Ende lud sich mich zu sich ein. So sind sie die Mexikaner einfach super herzlich. Sie haben keine Scheu dich anzusprechen. Anderes Beispiel: ich saß auf einer Bank im Park, wartend auf einen Freund und während ich wartete (da dieser typischerweise immer zu spät kommt) wurde mir nicht langweilig, da mir ein Muchacho seine ganze Lebensgeschichte erzählte.

Die Straße von Coatepec nach Xalapa ist endlich fertig und jetzt ist man so super schnell in Xalapa, wodurch ich nicht mehr so früh aufstehen muss.

Im Molino hatten wir in letzter Zeit super schöne Events für die Kinder in der Umgebung. Es gibt bei uns verschiedene Workshops für Kinder und alle die teilnehmen, für die gab es Anfang Januar ein Event was ‚Reyes por un día‘ hieß. Am 6. Januar ist der Día de los Reyes.

Die Tradition in México ist, dass die Kinder Spielsachen geschenkt bekommen, von den Heiligen Drei Königen und man isst Rosca. Rosca gibt es im Januar überall in Mengen in jeder Panadería und in jedem Supermarkt. Es ist sowas wie ein Hefezopf und kann ohne alles sein oder mit Schokolade, Frischkäse, Ananas oder Karamell. Ich liebe ja Pan also für mich ist das ein Traum. In dem Rosca sind so ca. 4-6 kleine Figürchen versteckt. Wenn in deinem Stück eins drin ist dann musst du am 2. Februar Tamales machen, für die Leute mit denen du den Rosca gegessen hast. Ist eine lustige Tradition. Ich hab im ganzen Januar bestimmt mit 5 verschiedenen Gruppen Rosca geteilt. Dazu gibt es heiße Schokolade.

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Bei dem Event gab es ein kleines Theater für die Kinder, Kuchen und dann haben wir die Geschenke verteilt. Vorher haben wir die alle schön verpackt. Die Spielsachen wurden alle gespendet, eine tolle Sache. Am 18. Januar gab es dann ein sehr ähnliches Event. Die Universität Veracruzana hat eine Kampagne veranstaltet, die: ‚Apradina una carta o dona un jugete‘ heißt. Ca. 1000 Kinder aus ganz Veracruz konnten einen Brief schreiben mit ihren Wünschen. Viele Menschen haben dann die Geschenke gespendet, um den Kindern ihre Wünsche zu erfüllen und die Veranstaltungen sind nun, um die Geschenke auszuteilen. Das ganze wird von den Freiwilligen der Universität Veracruzana organisiert. Am Morgen haben wir eine Bühne aufgebaut und das Fernsehen der Universität war da. Das Event war für die Kinder aus einem Kindergarten in der Nähe. Zuerst wurden viele Worte gesprochen, danach gab es eine Show von einem Clown und anderen Tänzern und Walking Acts, wovon ich auch Teil war. Ich durfte Prinzessin Elsa spielen aus dem Film Frozen. Es gab Mini Maus und andere Disney Figuren. Außerdem habe ich mit Tony eine Salsa und Bachata Show getanzt. Danach durften die Kinder ihre Geschenke öffnen und die sind wirklich wertvoll. Einige bekamen sogar ein Fahrrad oder eine Winterjacke und alle Sachen sind nigelnagel neu. Es war wunderschön die Kinder so emotional und dankbar zu sehen, sie haben sich so sehr gefreut. Zum Abschluss gab es natürlich Rosca.

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Das selbe Event, war dann auch einen Tag später nur diesmal in einer Grundschule. In den darauffolgenden Wochen war ich noch bei 4 weiteren Events. Es war eine wunderschöne Zeit und ich bin dankbar, dass die UV mich zu allen Veranstaltungen mitgenommen hat, dass ich ein wichtiger Teil war und wir so viele Kinder glücklich machen konnten. 3 Veranstaltungen waren in kleinen Komunen so ca. 2 Stunden von Xalapa entfernt. Wirklich im nichts leben die Menschen dort. In ganz einfachen Hütten mitten in den Bergen. Die Landschaften sind ein Traum. Die Menschen dort leben total abseits von der Zivilisation, in kleinen Dörfern, dadurch freuen sie sich umso mehr wenn es mal so ein tolles Event gibt. Die Kinder waren so süß, schon als wir ins Dorf fuhren liefen die Kinder begeistert hinter uns her und zum Abschluss umarmten sie uns alle, sie waren so dankbar. Und die Mütter sind unglaublich gastfreundlich. Jedes mal gab es super leckeres Essen. Ausserdem war ein Event in einem Krankenhaus für Kinder mit Krebs. Das war einersets schön, andererseits auch traurig, da wir bei einigen Kindern auch an ihr Krankenbett gekommen sind, doch es war schön sie lächeln zu sehen und glücklich über ihre Geschenke. Bei den Events war ich dann immer Elsa.

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Für mehr Infos schaut gerne mal bei Facebook oder der Seite der UV vorbei, hier einige Links:

Universidad Veracruzana Nachrichten

Universidad Veracruzana

Facebook Post Casas de la UV

Außerdem waren wir mit den Kollegen vom Molino in Coyopolan, einem kleinen Dorf, wo es auch ein Haus der Universität Veracruzana gibt. Uns wurde alles dort gezeigt und wurden von Señoras zum Frühstück eingeladen, in einem Dorf ca. eine halbe Stunde zu Fuß weiter. Dort kaufte ich Himbeermarmelade die sie frisch zubereiten und die köstlich ist. Es waren tolle Erfahrungen für mich, das Leben der Dörfer kennenzulernen!

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Ich hab angefangen einer Señora Englisch Unterricht zu geben. Wir treffen uns zwei mal die Woche und es macht mir Freude, ihr helfen zu können.

Juan verkauft kleine Sticker an Leute, ist sein kleiner Nebenjob. Für die Plakate und as Werbung suchte sein Chef eine Art Model. Er hat mich dann gefragt ob ich nicht ein paar Fotos machen könnte. Andrés der beste Freund von Juan kann super gut fotografieren, also hatte ich dann ein kleines Shooting:D

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Außerdem habe ich mit zwei Freundinnen Vanillekipferl gebacken, um wenigstens einmal Plätzchen gebacken zu haben und allen haben sie super geschmeckt.

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Ich gehe nun öfter in das Haus der Kulturen in Coatepec. Da gibt es coole Ausstellungen und Workshops. Ich war schon bei Thai Chi und einer Lachtherapie und gehe öfter zu Grabado. Das ist eine Art Gravirtechnik, womit man tolle Bilder erzeugen kann. Ein Tag gab es eine Exposition mit wunderschönen Bildern.

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Ich war auch mal wieder öfter Feiern. Mit Juan, Josue, Andrés und anderen Freunden haben wir eine Bar Tour gemacht und waren in einem Club der Mezcalina heißt und wo es mal Elektronische Musik gab und nicht nur Latino. Außerdem war ich noch im Barezzito und Republica, wo Reggeaton gespielt wird.

Ich tanze auch immer noch fast jeden Tag ‚fit baile‘. Wenn euch das mal interessiert, könnt ihr mal bei Facebook schauen. Auf den Seiten von Fit Baile und Salsensual:

Salsensual

Fitbaile

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Denn auch Salsa tanze ich fast jeden Tag, ich assistiere jetzt sehr oft und bringe den Frauen Lady Styling bei.

Mit Tony habe ich lecker gekocht und auch ein paar deutsche Sachen waren dabei. Außerdem waren wir im Museo de Antropología en Xalapa. Ein super interessantes und schönes Museum.

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Die Eltern von einem Freund von mir Manu, haben ein Restaurant, was comida española anbietet. Das Restaurant hatte eigentlich an dem Tag geschlossen, doch er hat für mich etwas aus der Karte gekocht. Es gab leckere Tapas, selbstgebackenes Brot und leckeren Nachtisch mit Macadamia Nüssen von den eigenen Baumen. Oben gibt es eine Terasse, wo man über das ruhige Coatepec schauen kann. Es war super cool und ich denke ich werde jetzt öfter dort essen gehen, um all die leckeren Sachen zu probieren.

Bis bald ihr Lieben, bald stehen meine nächsten Reisen an!

Navidad y Año Nuevo

Nur zur Erinnerung, dass ich immer noch leidenschaftlich Salsa tanze

Das erste weihnachtliche fing an dem Tag an wo ich nach Oaxaca fuhr. Da gab es eine Posada von AFS. Die Hälfte stand draußen, die Hälfte drinnen und dann hat man ein typisches Lied gesungen und wie ich in dem Beitrag „Calladita te ves más bonita“ erklärt habe, haben wir die Herbergssuche von Maria und Joseph nachgespielt. Später gab es Unmengen von Essen und wir haben Himmelslaternen steigen lassen.

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Mein Weihnachten ansich war nicht sehr berauschend muss ich ehrlich sagen. Eher etwas traurig. Ich habe Deutschland und meine Familie sehr vermisst. An Heiligabend haben wir nicht wirklich viel gemacht, die Weihnachtsstimmung wollte bei mir nicht aufkommen. Morgens waren wir in der Kirche, das war schön. Später nach dem Abendessen sind Juan und ich zu seinem besten Freund und haben mit der Familie noch Wunderkerzen gezündet und ein Spiel bis ungefähr um 5 Uhr nachts gespielt, weil es ewig ging. Bei ihnen war es eigentlich ganz lustig.

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Den 25. hab ich dann bei der Familie von meiner Koordinatorin von AFS verbracht. Ich war jetzt öfter mal eingeladen und wir haben nett gefrühstückt und es uns gemütlich mit Karaoke singen gemacht. Außerdem war ich mit der ganzen Familie auf der Ranch in Jalcomulco. Die ist direkt am Fluss, es war super Wetter und es gab frischen Fisch und andere super leckere Sachen zu essen. Die ganze Familie ist sehr sehr herzlich und haben mich toll aufgenommen und gesagt, das ich immer willkommen bin, mich eingeladen und zusammen haben wir getanzt und Spaß gehabt.

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Am Samstag bin ich dann auch mit ihnen zu ihrem Strandhaus nach Veracruz gefahren, um dort Silvester zu verbringen. Das Haus ist super schön mit einem Pool, Hängematten und Cocospalmen. Wir haben das Nichts tun genossen und lecker zusammen gekocht, waren in Veracruz im Zentrum, abends. An Silvester war ich im Pool und in der Hängematte, was für ein lustiges Bild für mich. So gegenteilig zu sonstigem Silvester in Deutschland, mit 27 Grad im Kleid. Später waren wir groß einkaufen, um 17 Uhr habe ich natürlich in Deutschland allen ein frohes neues Jahr gewünscht und haben draußen mit Kerzen Abendgegessen. Um 00:00 Uhr haben wir angestoßen und erstmal ganz viel getanzt so wie es sich in México gehört. Es gab traditionell Weintrauben und Käse. Um uns herum gab es einige Raketen und Böller aber im Vergleich zu Deutschland ist das gar nichts. Hier ist es nicht so üblich, im Supermarkt findest du nicht einen Artikel zu kaufen. Naja also dieses Jahr mal ohne Wunderkerzen und Bleigießen, aber dafür ein Silvester unter Palmen, hat was. Um 5 Uhr sind wir dann nach Boca del Rio an den Strand gefahren um den ersten Sonnenaufgang des Jahres zu beobachten. Es waren so viele Menschen dort, vorallem junge betrunkene mit ihren Boxen, jeder seine Musik und sein Bier. Wir blieben noch 2 Tage in Veracruz in denen ich viel gechillt und gelesen habe.

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Der Alltag und mein Projekt hat schon wieder angefangen und die Ferien sind leider vorbei, doch ich freue mich auf das kommende Jahr und bin gespannt ,was ich noch alles erleben werde.

Meine Vorsätze sind:

– weniger Essen haha

– viel Reisen

– weniger nachdenken, einfach machen, alles auf sich zukommen lassen, alles passiert aus einem bestimmten Grund

– den richtigen und für mich passenden Studiengang und eine gute Universität finden

Ich wünsche euch allen viel Glück und Liebe für das neue Jahr, dass all eure Wünsche und Vorsätze in Erfüllung gehen, genießt das Leben und macht dieses Jahr zu eurem!

Ganz viel Liebe Lea

Oaxaca

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Ich habe meine erste große Reise hinter mir. Es war alles so perfekt und wenn ich davon berichte, möchte ich am liebsten wieder zurück. Ich war für eine Woche frei von allen Gedanken, hab an nichts gedacht, war glücklich und frei. So fühle ich mich auf Reisen, es gibt nichts schöneres. Es ging für eine Woche nach Oaxaca mit Tony. Am Samstag sind wir abends spät mit dem Bus 8 Stunden nach Oaxaca City gefahren. Die Busse in Mexico sind erstaunlich gut. Schon bei der Ankunft am frühen Morgen war es viel wärmer als in Veracruz. Wir haben uns erstmal auf die Suche nach unserem Hostel gemacht, um unsere Rucksäcke abzustellen, wobei wir auf dem Weg schon einige schöne bunte Häuser und Gebäude entdeckt haben. Unser Frühstück haben wir auf einem süßen Markt eingenommen. Es gibt riesige Quesadillas, die super lecker sind, denn ich liebe Quesadillas und super frische Früchte mit Yoghurt. Oaxaca ist eine wunderschöne Stadt mit tollen Straßen, Parks, Kirchen, Museums und Märkten. Wir sind viel herumgeschlendert.

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Außerdem haben wir uns an diesem Tag auch Monte Alban angeschaut. Von hier aus herrschten die Zapoteken über Oaxacas Valles Centrales. Es ist einer der spektakulärsten archäologischen Stätten Mexicos. Die Ruinen und das Gelände sind riesig und beeindruckend, auch für Fotos. Mit dem Blick auf die Berge und die Stadt hat man sich einfach nur frei gefühlt. Unser Abendessen haben wir wieder auf der Straße gegessen, die einfachsten Gerichte von den Señoras sind die besten. Abends waren wir dann im Casa de Mezcal, denn der Mezcal ist berühmt in Oaxaca, wir haben uns durch alle Sorten des Hauses durchprobiert. Am nächsten Tag ging es ganz früh morgens um 6:30 im Sonnenaufgang mit dem Bus nach Mitla. Dort haben wir einen netten Mann getroffen der uns zu einem Freund gebracht hat, wo wir frühstücken konnten. Danach ging es mit einem kleinen Van hoch in die Berge zum Hieve El Agua. Das sind blubbernde Mineralquellen. Das Wasser tröpfelt seit Jahrtausenden über die Abbruchkante und hat durch Mineralablagerung Formationen geschaffen, die an einen riesigen gefrorenen Wasserfall erinnern. Es war wunderschön, man kann es nicht beschreiben, wenn man nicht da gewesen ist. Wir wollten die ersten dort sein, um nicht mit allen Touristen da zu sein. Außerdem konnte man diesen Art Wasserfall bewundern, der war auch echt beeindruckend und es gibt nur zwei dieser Art auf der Welt.

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Zurück in Mitla, haben wir uns die Zona Archilogico dort angeschaut. Eine weitere archäologische Stätte der Zapoteken. Uns war ein wenig übel, denn die Hitze war kaum auszuhalten. Auf dem Rückweg nach Oaxaca haben wir an einer Mezcal Fabrik halt gemacht, wo uns eine Frau die ganzen Prozesse gezeigt und erklärt hat. Danach durften wir uns auch durch probieren und natürlich habe ich auch einen kleinen für Deutschland gekauft. Außerdem haben wir den breitesten Baum der Welt gesehen. Der ist wirklich gigantisch! El Árbol del Tule (ahuehuete- mexikanische Sumpfzypresse) heißt er und hat einen Durchmesser von 14!!! Metern.

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Am Dienstag haben wir uns noch morgens den Jardin de Etnobotanico angeschaut, wo es super große Kakteen gibt und tausend Arten und ich liebe Kakteen! Danach ging es auf nach Mazunte an die Küste mit einem Van und einem super sympathischen Fahrer. Fast die ganze Fahrt bestand aus Kurven und zwar richtig scharfen und der Fahrer war so geübt, dass er super schnell gefahren ist. Tony und ich mussten uns ziemlich zusammen reißen dass uns nicht schlecht wurde. Wir haben mitten im Nirgendwo halt gemacht und bei einer Señora etwas essen können, die noch einen alten Ofen hatte, sowas liebe ich ja so traditionell.

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Im Sonnenuntergang kamen wir in Mazunte an und ja es ist ein Traum. Ein super süßer Ort am Strand. Auch ein Pueblo Magico, mit ganz vielen kleinen Läden, alle sehr Hippi gehalten, es gibt auch sehr viele Menschen die alternativ gekleidet sind und fast keine Mexicaner. Unsere Unterkunft war auch ein Träumchen. Sehr einfach und schlicht, einfach ein Baumhaus mit einem Bett aber mit einer Hängematte davor und einem unbeschreiblichen Blick aufs Meer. Der Inhaber war super süß und hat uns alles gezeigt. Es gab einen Weg direkt hinunter zum Strand denn die Anlage war etwas weiter oben. Wir sind natürlich erstmal runter zum Strand gelaufen. Ich hatte das Meer so vermisst. Der Pazifik ist nicht gerade warm aber auszuhalten. Wir haben lecker gegessen, es gibt viele Meeresfrüchte und Shrimps und sowas, was ich leider nicht mag, aber natürlich auch anderes leckeres mexikanisches Essen. Wir wollten noch etwas tanzen, weshalb wir uns auf die Suche nach einer Bar machten und zufällig auf eine Open Air Mezcal Bar trafen, wo es schon sehr voll war als wir ankamen. In Oaxaca wird fast nur Cumbia gespielt. Wir haben bis in die Nacht Salsa und Cumbia getanzt, eine Band hat gespielt und wir tranken Mezcal und unas cervezas.

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Am nächsten Morgen sind wir ganz früh aufgewacht, um den Sonnenaufgang von unserem Baumhaus aus anzuschauen. Wir haben es sehr genossen, wie die Sonne hereingeschienen hat. Danach habe ich meine kleine Überraschung geplant denn am nächsten Tag war Tonys Geburtstag. Ich kaufte einen Kuchen in einer süßen Panadería und sprach mit dem Besitzer ab, dass wir am nächsten Morgen eine kleine Bootstour übers mehr machen. Den Tag verbrachte wir an den verschiedenen Buchten in der Nähe. Die schönste zum Baden war San Augustinillo. Wir gönnten uns eine Cocos und bräunten uns. Den beeindruckenden Sonnenuntergang beobachteten wir auf dem berühmten Punta Cometa. Das felsige Kap bildet den südlichsten Punkt des Bundesstaates Oaxaca. Abends fuhren wir in einem kleinen Jeep, wo hinten die Leute drin sitzen (es gibt keine Taxis) nach Zipolite, wo nachts mehr die Party abgeht. Es gab es eine richtig coole Strandbar, wo gefühlt die ganzen jungen Leute waren. Das Bier war super billig, weshalb wir schon so einige tranken, bis es dann 00:00 Uhr war und wir in Tonys Geburtstag reinfeierten. Die kleinen Jeeps fahren nicht in der Nacht, weshalb wir dann nicht wussten wie wir nach Hause kommen sollten:D wir sind herumgeirrt und wussten irgendwann nicht mehr wo wir waren. Wir hatten aber super viel Glück, denn wir trafen auf einen chico mit einem Motoroller, der uns dann netterweise nach Hause brachte. Zu dritt quetschen wir uns auf den Roller und quatschten mit ihm über alles mögliche. Generell hatten wir mit allen super Glück, es hat immer alles geklappt, die Leute sind super herzlich und hilfsbereit.

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Am Morgen mussten wir dann super früh für meine Überraschung aufstehen. Wir aßen meinen Kuchen und dann ging es runter an den Strand. Tony hatte keine Ahnung was wir machen werden. Mit einem Fischerboot ging es hinaus aufs Meer. Wir kamen an schönen Felsen vorbei und als wir ein wenig weiter raus fuhren, sahen wir die ersten Mantarochen, die bis zu 2 Meter aus dem Wasser gesprungen sind, das hatte ich vorher noch nie gesehen, sie sah so Lebensfroh aus und plötzlich waren da auch Delfine. Ich war so überwältigt. Ich habe noch nie vorher Delfine im richtigen Meer gesehen, frei. Und große Schildkröten. Es war unglaublich wie sie aus dem Wasser sprangen und ganz nah am Boot mit uns mit schwammen, als hätten sie richtig Spaß dabei. Leider hatten wir nicht gerade wenig getrunken den Abend davor, weshalb uns ein wenig übel auf dem Boot wurde, aber mit den Delfinen war das ganz schnell vergessen. Am Ende konnten wir noch etwas schnorcheln. Ich glaube ihm hat mein Geschenk sehr gefallen. Nach dem Frühstück, sind wir nach Ventanilla gefahren und haben noch eine Bootstour gemacht, diesmal aber durch eine Lagune durch Mangroven. Wir sahen eine Vielzahl von Krokodilen, viele Vogelarten und Reptilien. Nach einem schicken Abendessen, beobachteten wir noch die Millionen Sterne am Strand.

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Am Abreisetag besuchten wir noch das Schildkröten -Museum von Mazunte und fuhren dann nach Puerto Escondido, was ein sehr berühmter Ort an dieser Küste ist, dafür aber auch sehr groß, sehr touristisch und wir waren froh nicht hier unsere Unterkunft gehabt zu haben. Von dort aus ging es 18 Stunden mit dem Bus zurück nach Xalapa. Alles in allem war es eine perfekte Reise, von der ich gar nicht mehr zurückkehren wollte!